Ein herausragender Film. Zwei Frauen im Gefängnis. Die eine Jenny, sehr jung und doch eine brutale Mörderin, die ihre Strafe abbüßt – die andere, Traude Krüger, über sechzig, Klavierlehrerin im Knast, die schwer am Verlust ihrer Jugendliebe trägt. Jenny, die junge Mörderin ist gewalttätig, sie verprügelt nicht nur Mithäftlinge, sondern auch die Gefängniswärter. Eines Tages entdeckt Traude Krüger bei Jenny ein ungeheures musikalisches Talent. Sie Tochter aus gutem Hause wollte einst Musik studieren und Pianistin werden, sie war ein Wunderkind. Der Konflikt: Die alte Frau, unglaublich intensiv Monica Bleibtreu, versucht die junge Mörderin wieder an die Musik zu führen. Die verweigert sich mit mehr Gewalt. Wie die Klavierlehrerin mit der Mörderin kämpft, daraus entsteht ein Melodrama. Ein Film der Gefühle, in dem es um die Rettung der Seele geht, Leidenschaft in jeder Richtung. Vier Minuten gipfelt in einem musikalischen und schauspielerischen furiosen Finale zu Schumanns A-Moll-Konzert, das einen davonträgt. Hannah Herzsprung sagt man eine große Karriere voraus, eine Entdeckung bei den Hofer Filmtagen.