Regie
Gavin Hood
Darsteller
Presley Chweneyagae, Terry Pheto, Kenneth Nkosi, Mothusi Magano, Zenzo Ngqobe
Land
Großbritannien / Südafrika
Jahr
2005
94 Min

Tsotsi

Tsotsi – ein oscargekrönter Film aus Südafrika. Tsotsi heißt auf Afrikaans Gangster. Eine kraftvolle Geschichte, anrührend und kunstvoll in Szene gesetzt. Kunstvoll auch deswegen, weil der Regisseur Gavin Hood ein Stück Soweto – das Armenviertel von Johannesburg – nachgebaut hat um die Story erzählen zu können, fern vom Dokumentarischen. Die Geschichte klingt ein bisschen nach Kitsch und berührt doch im Innersten. Es geht nicht um den Rassenkonflikt zwischen Schwarz und Weiß, sondern um einen Konflikt zwischen den armen Schwarzen und den reichen. Tsotsi ist ein junger Straßengangster. Er raubt und schießt um sich, ein aggressiver junger Bandenchef, der den wohlhabenden schwarzen Mittelstand hasst. Da setzt die Geschichte an: Tsotsie beobachtet den schicken BMW einer eleganten jungen Frau, die versucht mit ihrer defekten Fernbedienung das Tor zu ihrem Villengrundstück öffnen. Tsotsie wittert Beute, schießt auf die Frau, schmeißt sie aus ihrem Auto und haut damit ab. Im Auto schreit plötzlich ein Baby vor Hunger und Angst. Er sieht es erst jetzt. Er hat es unfreiwillig entführt. Tsotsi versteckt das Kind in einer Papiertüte und eine Irrfahrt beginnt. Er besorgt Dosenmilch, wickelt es in Zeitungspapier, neugierig und unbeholfen lässt sich der sonst von brutalen Instinkten getriebene Gangster auf das Baby ein. (Im Film wird das Baby von einem Zwillingspaar dargestellt). Er versteckt das Kind und geht auf die Suche nach einer jungen Mutter, die es stillen soll. Er nötigt Miriam, (hebräisch für Maria) neben ihrem eigenen Kind auch das geraubte Kind zu stillen. Inzwischen ist nicht nur die Polizei auf Tsotsis Spuren, es drängen seine Gangsterkumpel auf action. Trotz aller Schrecken hat der Film ein happy end. Die wunderbare Kwaito-Musik, der südafrikanische Rap, gibt dem ganzen Film einen besonderen Rhythmus.

Für diesen ganz Film haben wir eine OMU-Kopie bestellt. Also Original mit deutschen Untertiteln. Als wir vor Kurzem den Film gemeinsam mit Gästen in der OMU-Fassung ansahen – ja, es waren auch Hollfelder dabei – war die Meinung einhellig: Die Sprache muss erhalten bleiben, dieses seltsame Afrikaans, das man zu verstehen glaubt und doch nicht versteht. Die ganze Atmosphäre ist hin mit der Synchronisation.

Seien Sie mutig, schauen Sie sich den Film an.

Spielzeiten

14.09.2006
19:00
15.09.2006
19:00
16.09.2006
19:00
17.09.2006
19:00
18.09.2006
19:00

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