Der Blaue Geier ist eine Raststätte in der holländischen Provinz in Autobahnnähe, da kommen die Busse an, da wird schnell serviert, schnell gegessen und weiter. Ob man nun Fisch oder Schwein auf den Teller kriegt, das muss dem Reisenden egal sein. In der Küche wird das schon mal verwechselt. In der Küche nämlich ist das Kochen Krieg. Die Küche ist ein Schlachtfeld samt Abwehr gegen die Gewerbeaufsicht und das Gesundheitsamt. Die Truppe an den Herden ist bunt gemischt. Da gibt es den ewig betrunkenen Küchenchef mit Heavy Metal- Frisur, den rassistischen Oberschnitzelbrater, den Metzger aus E-Jugoslaw, den geistig zurückgebliebenen Türken und drei Marokkaner, einer davon ist Nordip. Der hat ein Einser-Abitur und weiß doch nicht, was er will. Erstmal landet er am Spültisch im Blauen Geier und verliebt sich in die Erbin dieser Raststätte. Schnitzelparadies ist eine Liebesgeschichte, eine Komödie, ein Migrantenfilm. Mit viel Sympathie zeichnet der holländische Regisseur Martin Koolhoven in diesem Großküchenchaos ein Biotop, in dem sich am Ende nicht der Stärkere durchsetzt.