Vor gut einem Jahr haben wir diesen damals noch ganz unbekannten Film schon in Hollfeld gezeigt und das kam so: Die Filmtheaterprämie wurde 2004 in Bamberg verliehen. Der Kinomacher vom Odeon dort auch einer der Preisträger lud die anderen zu einer Vorführung dieses Films ein. Wir aus Hollfeld waren dabei. Der Titel des Filmes machte uns irgendwie nicht an. Ein Film über Kamele! Das klang nach gepflegter Langeweile. Sollten wir nicht lieber ein Bier an der Kinobar trinken? Bloß gut, dass wir uns dann doch den Film angeschaut haben, wir hätten etwas verpasst. Einen spannenden, anrührenden Film, herrliche Bilder, bis zuletzt ein Genuss.
Jetzt nehmen wir Die Geschichte vom Weinenden Kamel wieder ins Programm, weil er nominiert ist für den Oscar. Als bester ausländischer Film. Die beiden Filmemacher sind Abgänger der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Gefördert vom FilmFernsehFond Bayern. Ist also ein deutscher Film, obwohl die beiden Regisseure ein Italiener, die Frau aus der Mongolei ist. Das Kamel hat gute Chancen, Mitte März wird der hochbegehrte Oscar vergeben. Aber auch, wenn das Kamel keinen Oscar bekommt, es ist ein großartiger Film. Empfohlen auch den Mamas und Papas.