Was klingt wie ein Begleitfilm zu Hartz IV ist etwas ganz anderes. Ein deutscher Film, der im Jahr 2004 viel Aufsehen erregt hat und in Cannes lief. Ein Film über drei rebellierende junge Leute. Die brechen mit dem Motto Die fetten Jahre sind vorbei! in die Luxusvillen etablierter Bürger ein, die ihrer Meinung nach einfach zu viel haben. Aber sie stehlen nichts. Vielmehr wollen sie die Luxusordnung stören. Eine Stereoanlage landet im Kühlschrank ,Meißener Porzellan im Klo und aus den edlen Tischen und Stühlen bauen die Erziehungsberechtigten so nennen sie sich – kunstvolle Türme in der Wohnung. Die heimkehrenden Bewohner sind höchst irritiert. Die Polizei rufen geht auch nicht, weil ja nichts fehlt. Fabelhafte Schauspieler geben das Trio, Julia Jentsch, Daniel Brühl und Stipe Erceg unter der Regie von Hans Weingartner. (Das weiße Rauschen). Der Film kommt nicht schwerblütig daher, ist stellenweise sogar komisch. Eines steht fest: Alles kommt immer wieder, jede Generation verliert irgendwann ihre Ideale. Die Schlüsselfigur ist der Onkel Hardenberg, der einstige 68 ger. Er kifft, redet von seiner WG-Vergangenheit und davon wie seine Träume verloren gingen. Erst kamen die Kinder, dann das Haus, dann der gute Job, damit man sich etwas leisten kann und dann macht auch der 68ger bei der Wahl sein Kreuzchen bei der Wahl hinter der CDU.