Der Film erzählt von der schwierigen Normalität einer Kleinstadt in Polen, die den Namen Oswiecim trägt. Hier geht es zu wie in jeder Kleinstadt, Einkaufsmärkte, Sportstätten, eine sehr erfolgreiche Eishockeymannschaft aber, was nicht alle wissen:
Oswiescim trug einst den Namen Ausschwitz, ist unauslöschbar verbunden mit dem Holocaust. Das ist die Tragik solcher Städte und Stätten. Im bayerischen Dachau, so erzählte vor Kurzem eine Besucherin bei uns, melden sich immer wieder Schwangere zur Geburt
in München oder Erding an, damit in der Geburtsurkunde nicht Dachau steht. Traurig, aber wahr. Die Geschichte, des Films, der in Oswiecim-Auschwitz angesiedelt ist, ist die Geschichte des deutschen Zivis Sven, der in der
Holocaust-Gedenkstätte mehr oder weniger zufällig Dienst tut. Dort lernte er die polnische Dolmetscherin Ania kennen. Eine leise Liebesgeschichte entwickelt sind. Neben der Gedenkstätte wohnt ein sehr alter, ehemaliger KZ-Häftling, den Sven betreut, das gehört zu den Aufgaben.
Das ist aber kein netter Opi, sondern ein verbitterter Alter, ein neues Problem. Und das deutsche Chemiewerk, dass sich in Oswiecim ansiedeln will, macht die Sache für alle noch schwieriger. Ein unspekakulärer, aber eindringlicher Film